Designer sind Journalisten sind Designer

»Ohne Design würde es die brand eins nicht geben«, konstatierte Chefredakteurin Gabriele Fischer nachdrücklich bei der BDG-Podiumsdiskussion. »Es würde vergleichbare Inhalte geben«, fügte sie erläuternd hinzu, »aber es hätte keiner gemerkt«. Es ging engagiert zur Sache in der Hamburger Halle 424 bei der Frage nach dem Verhältnis von Design und Journalismus – insbesondere da es Agenturchef Boris Kochan mit Gabriele Fischer von der brand eins und Gabriele Günder von der Page mit zwei erfahrenen Chefredakteurinnen zu tun hatte, die beide auf unterschiedliche Weise eng mit Design verbunden sind.

So verwies Gabriele Günder, die über einen Studienabschluss in visueller Kommunikation verfügt, beispielsweise auf die (Design-)Entscheidung der Page für die Verwendung von Serifenschriften, um den journalistischen Charakter der Texte hervorzuheben. Jürgen Siebert von Monotype stützte diese Einschätzung der Schriftwirkung aus dem Publikum.

»Designer sind Journalisten sind Designer« – das ist ein Zitat der Professorin Andine Müller von der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Berlin. Sie fordert, dass Designerinnen und Designer mehr journalistisches Handwerk lernen, weil sie schließlich journalistisch arbeiten. Diese These wurde allerdings durchaus kontrovers diskutiert. So hielt Gabriele Fischer gerade die Spannung zwischen unterschiedlichen Kompetenzbereichen für ein wichtiges Element im Entstehen eines Magazins.

Letztendlich einig waren sich die Diskussionsteilnehmer allerdings in der Einschätzung, dass eine Publikation auf dem Zusammenspiel von Journalismus und Design basiert und es nicht schaden kann, möglichst viel von der Kernkompetenz des Anderen zu wissen und sich gegenseitig zu respektieren.

Der Kurzbericht vom BDG Podium #5:

Das komplette BDG Podium #:

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