Einstimmig – Jury wählt Entwurf für BDG Jubiläum

Die Aufregung der Studierenden ist an diesem Morgen im Seminarraum der FH Potsdam spürbar. Sie sind bereit, der Fachjury ihre Entwürfe für den Auftritt des BDG zum Jubiläum zu präsentieren, die unter der Kursleitung von Astrid Farmer in den vergangenen zwei Monaten entstanden. Sie wurden — angestoßen durch eine begleitende Beratung von BDG-Präsidiumsmitgliedern — zu dem weiter entwickelt, was wir heute vor uns sehen. Ein Blick auf die aufgereihten Werke verrät bereits, dass sich ihre Macher und Macherinnen auf ganz unterschiedliche Weise der herausfordernden Aufgabenstellung genähert haben: ein Jubiläumserscheinungsbild für den Berufsverband der Kommunikationsdesigner, das kreativ, gehaltvoll und variabel Publikationen, Online-Auftritte und Veranstaltungen brandet.

Keine leichte Aufgabe, selbst für die gestandenen Kommunikationsdesigner+innen, aus denen sich die Jury zusammensetzt: Präsidentin Claudia Siebenweiber, Vizepräsidentin Leonie Altendorf, Schatzmeisterin Christa Stammnitz sowie der ehemalige Präsident des BDG, Henning Krause, Manager Font Engineering bei Monotype. Seitens der FH Potsdam urteilten Dr. Rainer Funke, Professor für Designtheorie, und Professorin Betina Müller in Anwesenheit des Studiengangleiters für Kommunikationsdesign Professor Matthias Beyrow über die studentischen Werke.

Die Präsentationen der elf Studierenden fallen genauso facettenreich aus wie ihre Entwürfe. Die Jury ist sich dennoch einig: Die Kursleistung zeugt insgesamt von hoher Qualität. Auch über den Gewinner-Entwurf muss nicht lange diskutiert werden: Adam Karpiels modulares Konzept und die handwerklich gekonnte und zugleich spielerische Gestaltung überzeugen die Jury einstimmig. Ein flexibler Baukasten kreist um ein symbolträchtiges Element, das semantisch variabel ist und raffiniert auf den Gestaltungsprozess hinweist, ohne ausschließlich fachspezifisch verständlich zu sein.

Ein »rotzfrecher, selbstbewusster Entwurf, der gar nicht erst versucht zu erklären« und »Herz und Hirn« bedient, wie Henning Krause betont »und dennoch selbstironisch sein kann« ergänzt Prof. Dr. Funke. Dem BDG-Vorstand gefällt insbesondere das offene Konzept, das den Jubiläumsaktivitäten eine starke visuelle Klammer gibt. »Adams Entwurf passt zum Jubiläum des BDG,« meint Präsidentin Claudia Siebenweiber, »weil er die Prozesshaftigkeit von Design spiegelt und damit einen wichtigen Aspekt von Design verdeutlicht.« Wie das aussehen kann, zeigen wir bald, wenn Adams Baukasten sich öffnet.

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