»Arial als Universal-Dübel greift nicht« – Deutscher Designtag fordert Überarbeitung des Ratgebers zur Leichten Sprache

Angemessen mit leicht verständlicher Sprache UND Schrift zu kommunizieren, scheint eine Selbstverständlichkeit und nicht nur das: Es ist gesetzliche Verpflichtung, Informationen allgemein zugänglich zu machen. Die politischen Institutionen haben für die Rahmenbedingungen zu sorgen. In dieser Frage ist es das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, das dieser Verpflichtung durch seine Publikation zur leichten Sprache nachkommt.

Leider nicht mit dem erhofften Erfolg, wie der Deutsche Designtag in einer Stellungnahme herausgearbeitet hat. So wird etwa eine uniforme Gestaltung gefordert, das widerspricht einer Studie von Designforscherinnen und -forschern, die im Auftrag des eigenen Hauses durchgeführt wurde. Ebenso wenig fundiert ist die Festlegung des Regelwerks auf die Verwendung der Arial in einer Schriftgröße von 14 Punkt. Auch hier kommt die Lesbarkeitsforschung zu anderen Ergebnissen.

In der Stellungnahme des Deutschen Designtags, in dem auch der BDG Mitglied ist, wird daher eine Überarbeitung des Ratgebers unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse sowie einer Beteiligung von Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Bereich der visuellen Kommunikation gefordert. Denn auf dem Holzweg ist, »wer glaubt mit Arial 14 Punkt eine Art Universal-Dübel gefunden zu haben«, tadelt der Präsident des Deutschen Designtags, Boris Kochan in seiner Presseerklärung.

Der BDG stützt diese Einschätzung des Dachverbands der Deutschen Designorganisationen und ruft zu einer breiteren Beachtung der Erkenntnisse des Inklusiven Kommunikationsdesigns auf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.