Corona-Pandemie: Hinweise für Designerinnen und Designer

Die Corona-Krise trifft Selbstständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler aus der Designbranche in hohem Maße. Ihr Umsatz kann unter Umständen quasi über Nacht drastisch bis auf Null einbrechen.

Längst haben die Verantwortlichen aus Bund, Ländern und Gemeinden die besonders schwierige Situation der Soloselbstständigen und Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer zur Kenntnis genommen, die das Bild der Designwirtschaft in hohem Maße prägen. Bereits jetzt verzeichnet die Designwirtschaft drastische Umsatzeinbrüche – das zeigt das wöchentliche Branchenmonitoring des BDG. Noch Anfang März klagte nur ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Umsatzeinbußen, Ende März verzeichnen 84 Prozent Einkommensverluste. Viele von ihnen benötigen sofortige und unbürokratische finanzielle Hilfen. Wir begrüßen daher außerordentlich das milliardenschwere Hilfspaket zur Unterstützung von Soloselbstständigen und Unternehmen, dem nunmehr am Freitag auch der Bundesrat zugestimmt hat. Die notwendige Verwaltungsvorschrift zwischen Bund und Ländern ist ebenfalls getroffen, so dass die Länder, die für die Auszahlung zuständig sind, ab dem 30. März die Gelder aus dem Hilfspaket abrufen können. Dazu haben wir eine Übersicht erstellt. Die Informationen für Kommunikationsdesignerinnen und -designer sind in verschiedenen Blöcken zusammengefasst: Konkretes, Hinweise zu der Soforthilfe des Bundes, Übersicht über zusätzliche Hilfen der Bundesländer, weitere Infos

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Die Informationen und Empfehlungen rund um die Corona-Pandemie ändern sich häufig. Deswegen verweisen wir auf andere Informationsquellen.
Die Reihenfolge stellt keine Wertung o.ä. dar. Alle Angaben & Links ohne Gewähr. Wenn deiner Meinung nach ein wichtiger Tipp fehlt, gib ihn uns durch. Stand: 31.03.2020

Konkrete Angebote für selbstständige Designerinnen und Designer

 

Steuerzahlungen

Laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer können auf Antrag herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Zusätzlich werden Steuerstundungen angeboten, die gleichermaßen die Einkommenssteuer, die Körperschaftssteuer und die Umsatzsteuer umfassen. Das hat das Bundesfinanzministerium zusammen mit den Landesfinanzministerien beschlossen. Säumniszuschläge werden nicht erhoben. Auf Vollstreckungsmaßnahmen wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. Erkundigt Euch bitte direkt telefonisch bei Eurem zuständigen Finanzamt. Im Fall der Gewerbesteuer muss man direkt mit seiner Gemeinde in Kontakt treten.

Beiträge zur Sozialversicherung

Selbständige, die nicht gesetzlich kranken-, renten- und pflegeversichert sind, haben Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen für soziale Sicherung (§ 58 IfSG) – die Finanzämter geben dazu genauere Infos. Selbständige, die in der Künstlersozialversicherung versichert sind, können direkt eine neue Einkommensschätzung an Künstlersozialkasse senden, wenn abzusehen ist, dass sie das im Voraus gemeldete Einkommen nicht erreichen. Die Künstlersozialkasse hält hierfür eine Reihe an Formularen bereit.

Ausgleichszahlungen für Eltern von Kindern bis 12 Jahren

Kita- und Schulschließungen können Eltern vor große Herausforderungen stellen. Wer deswegen zu Hause bleiben muss, hat nun ein Anrecht auf Entschädigung. In Anlehnung an das Kurzarbeitergeld zahlt der Staat 67 Prozent des Nettoeinkommens für maximal sechs Wochen. Die Summe ist bei 2016 Euro pro Monat gedeckelt. Wichtig ist: Den Anspruch dürfen nur Eltern geltend machen, die wirklich keine andere Betreuung ermöglichen können, das trifft vor allem Alleinerziehende. Die Maßnahme lässt sich nicht mit anderen Maßnahmen wie dem Kurzarbeitergeld kombinieren. Außerdem kündigt das Familienministerium an, dass der Kinderzuschlag von 185 Euro an mehr Familien unbürokratisch ausgezahlt wird. Durch Kurzarbeitergeld und wegfallende Einnahmen dürften mehr Eltern anspruchberechtigt sein.

Entschädigung bei Verdienstausfall durch Quarantäne

Alle, die auf Grund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt werden und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können nach dem Infektionsschutzgesetz eine Entschädigung beantragen. Das gilt auch für Selbstständige und Freiberufler. Voraussetzung allerdings ist, dass die Weiterarbeit im Home-Office nicht möglich ist. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Tätigkeitsunterbrechung oder dem Ende der Quarantäne bei den Landesgesundheitsämtern zu stellen.

 

Arbeitslosengeld II als Soforthilfe

In einer akuten Notlage ist das örtliche Sozialamt bzw. die örtliche Stelle der Bundesagentur für Arbeit der richtige Ansprechpartner. Wenn es schnell gehen muss, solltest Du nicht auf den Notfallfonds auf Bundesebene warten oder auf andere Notfallmaßnahmen der Länder, sondern dich direkt an die zuständigen Stellen vor Ort wenden. Arbeitslosengeld II kann mittlerweile vereinfacht beantragt werden, unter anderem sind bei der Antragstellung die Vermögensprüfung für sechs Monate vereinfacht festgesetzt und tatsächliche Aufwendungen für Unterkunft und Heizung werden ebenso lange übernommen. Für den Kinderzuschlag ist nunmehr der Einkommensnachweis einzig des vergangenen Monats vorzulegen.

Mietrückstände und Schulden sollen ohne Konsequenz bleiben

Das Justizministerium hat einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der festlegt, dass Mieterinnen und Mietern in der Krise nicht gekündigt werden darf. Die fristlose Kündigung, die im Normalfall nach zwei Monaten Zahlungsausfall möglich ist, soll für Schulden, die zwischen dem 1. April und dem 30 September entstehen, nicht möglich sein. Das bedeutet nicht, dass Schulden aus diesem Zeitraum nicht gezahlt werden müssen. Die Pflicht besteht weiterhin. Auch anderen Schuldner sollen in der Coronakrise keine Konsequenzen drohen.

Ausfallhonorar

Die Zahlung von Ausfallhonoraren bei abgesagten Projekten hängt von den individuellen Vertragsbedingungen ab. Dabei sind auch Vereinbarungen gültig, die mündlich, per SMS oder per WhatsApp getroffen wurden. Wenn bereits Teilleistungen erbracht wurden, besteht zumindest anteiliger Anspruch auf Honorarzahlungen.

 

Kurzarbeitergeld

Bereits mit einer Mitarbeiterin bzw. einem Mitarbeiter können Unternehmen Kurzarbeitergeld beantragen. Dabei übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn das Unternehmen seine Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Außerdem sollen die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet werden. Achtung: Kurzarbeitergeld gibt es nicht für geringfügig Beschäftigte! Weitere Informationen sind auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit zu finden.

 


Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir Designer+innen bekommen Veränderungen in der Weltwirtschaft meist sehr schnell zu spüren, so auch jetzt. Bitte denkt immer daran: Wir machen einen tollen Job und es kommen wieder andere Zeiten! Nutzt diese Zeit, um das eigene Profil zu schärfen, neue Ideen zu entwickeln oder einfach nur um Dinge zu tun, die sonst liegen bleiben. Und danke für eure Mitgliedschaft trotz der Unsicherheit. Lobbyarbeit können wir nur dank eurer Beiträge machen. Bleibt gesund, gemeinsam schaffen wir das! Euer BDG

 


Robert-Koch-Institut
Aktuelle Meldungen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)


BDG-Branchenmonitoring
Wöchentliche Umfrage zum Stand der Dinge im Kommunikationsdesign


Corona-Soforthilfe des Bundes für Unternehmen und Soloselbstständige

“Durch die positive wirtschaftliche Entwicklung der letzten 10 Jahre haben wir die notwendigen finanziellen Spielräume dazu – und setzen sie auch ein.”

Insgesamt 50 Milliarden Euro an Soforthilfe stehen zur Unterstützung zur Verfügung.

Antragsberechtigt sind Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen, die ihre Tätigkeit im Inland ausführen und bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind.

Umfang der Soforthilfe: Die Soforthilfe dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise. Unternehmen bzw. Selbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 5 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate.

Nachweis des Liquiditätsengpasses durch Corona-Krise: Der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist. Antragstellende Unternehmen dürfen sich nicht bereits am 31.12.2019 in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben.

Auszahlung über die Länder: Die Umsetzung und Auszahlung der Hilfen haben die Bundesländer übernommen. Eine Liste der Ansprechpartner findet sich nachfolgend.

Unbürokratisches Antragsverfahren: Das Soforthilfe-Programm verzichtet bewusst auf ein bürokratisches Antragsverfahren, um eine rasche Auszahlung zu gewährleisten. Die Angaben zum Antrag müssen aber richtig sein – Falschangaben können den Tatbestand des
Subventionsbetrugs erfüllen und zu entsprechenden strafrechtlichen Konsequenzen führen.

Anträge können bei den zuständigen Ansprechpartnern in den Ländern elektronisch gestellt werden.

Antrags- und Auszahlungsfrist: Anträge sind bis spätestens 31.05.2020 bei der zuständigen Landesbehörde zu stellen.

Kumulierung mit anderen Beihilfen und steuerliche Relevanz: Eine
Kumulierung mit anderen Hilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist grundsätzlich möglich. Eine Überkompensation ist aber zurückzuzahlen. Damit der Zuschuss jetzt, wenn es wichtig ist, in vollem Umfang den Solo-Selbstständigen zu Gute kommt, wird er bei den Steuervorauszahlungen für 2020 nicht berücksichtigt. Zwar ist der Zuschuss grundsätzlich steuerpflichtig, aber das wirkt sich erst dann aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht werden muss, also frühestens im nächsten Jahr.
Nur wenn im Jahr 2020 ein positiver Gewinn erwirtschaftet wurde, wird dann auf den Zuschuss der individuelle Steuersatz fällig.

Informationen nach Bundesland

Zusätzlich wurden diverse Regelungen in den verschiedenen Bundesländern getroffen, um besondere regionale Probleme oder höheren Bedarf, der beispielsweise auf Grund von höheren Gewerbemieten in Großstädten entstehen kann, durch eigene Hilfsprogramme aufzufangen. Eine Kombination des Soforthilfeprogramms des Bundes mit anderen öffentlichen Hilfen, beispielsweise mit einem Landesprogramm, ist zulässig, soweit dadurch keine Überkompensation eintritt. Beispielsweise kann ein Antragsteller, der bereits Soforthilfe aus einem Landesprogramm erhalten hat, noch zusätzlich Soforthilfe aus dem Bundesprogramm bis zur Höchstgrenze des Zuschusses erhalten, wenn er die Voraussetzungen für die Soforthilfe nach dem Bundesprogramm erfüllt und der Förderhöchstbetrag nicht erreicht wurde.In der nachfolgenden Übersicht führen wir die Angebote der einzelnen Länder auf und weisen auf spezifische Informationsangebote hin.

Baden-Württemberg

Insgesamt stehen 1,2 Milliarden Euro aus einem Härtfallfonds und bis zu 5 Milliarden Euro aus Krediten zur Verfügung. Selbstständige und mittelständische Unternehmen bis 50 Beschäftigte können bis zu 15.000 Euro an direkten Zuschüssen bereits beantragen. Über die Details informiert das Wirtschaftsministerium des Landes.

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH / KreativRegion
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg


Bayern

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Unternehmen und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.
Einmalige Zuschüsse werden ab sofort in folgender Staffelung gewährt:
– bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro,
– bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro,
– bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro,
– bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro.
Der Förderantrag PDF (1,51 MB) ist als Download auf der Webseite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie auf den Websites der sieben Bezirksregierungen und der Stadt München  abrufbar und online ausfüllbar.

Berlin

Der Berliner Senat hat ein Maßnahmenpaket in Höhe von 600 Millionen Euro für Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige verabschiedet. Für Soloselbstständige und KMUs mit bis zu fünf Mitarbeitern sind dabei im laufenden Jahr 100 Millionen Euro für direkte finanzielle Zuschüsse eingeplant. Der Hilfsfonds kann noch auf bis 300 Millionen aufgestockt werden. Die Beantragung ist seit Freitag, den 27. März um 12 Uhr bei der Investitionsbank Berlin (IBB) möglich.
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe: Schutzschirm für Berliner Wirtschaft und Arbeitsplätze
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe: Informationen für Unternehmen in Berlin (Liquiditätsengpässe u.ä.)
Creative City Berlin: Informationen zu Hilfestellungen für Künstler und Selbstständige aus der KKW
IHK Berlin: FAQ zum Thema
Bürgschaftsbank Berlin: Soforthilfe-Bürgschaften


Brandenburg

Für KMUs und Freiberuflerinnen und Freiberufler stellt das Land Brandenburg einen Betrag von 7,5 Millionen Euro bereit. Eine Aufstockung des Rettungsschirms auf 500 Millionen Euro soll zum 1. April erfolgen. Für KMUs sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler stehen einmalige Zuschüsse gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen in folgender Höhe zur Verfügung:

– bis zu 2 Erwerbstätige  bis zu 5.000 EUR
– bis zu 5 Erwerbstätige   bis zu 10.000 EUR
– bis zu 15 Erwerbstätige   bis zu 15.000 EUR
– bis zu 50 Erwerbstätige   bis zu 30.000 EUR
– bis zu 100 Erwerbstätige   bis zu 60.000 EUR
Die Anträge können seit 25. März, 9 Uhr bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) eingereicht werden.
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur: Umgang mit Corona-Pandemie in  Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen
Regionalcenter der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB): Informationen zur  finanziellen Unterstützung

Bremen

Die Bremer Aufbau-Bank (BAB) hat für Soforthilfe in Form von Direktzuschüssen im Zusammenhang der Coronavirus-Krise 10 Millionen Euro zusätzliches Budget bereitgestellt. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler in Bremen und Bremerhaven
erhalten einmalig bis zu 5.000 EUR, bei besonderem Bedarf bis 20.000 EUR.
Die Antragsstellung ist bereits seit Montag, den 23. März 2020 bei der Bremer Aufbau-Bank sowie bei der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH möglich.

Live-Ticker der Stadt Bremen

Hamburg

Der Hamburger Senat legt mit der Investition und Förderbank (IFB) ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Betriebe sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler (Hamburger Corona Soforthilfe, HCS) auf. Danach erhalten Unternehmen und Soloselbstständige direkte Zuschüsse gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten:

– 2.500 EUR (Solo-Selbständige)
– 5.000 EUR (weniger als 10 Mitarbeiter)
– 10.000 EUR (10-50 Mitarbeiter)
– 25.000 EUR (51-250 Mitarbeiter)

Informationen zum Antrags-, Bewilligungs- und Auszahlungsverfahren sind nachzulesen bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)

Hamburg Kreativ Gesellschaft
Handelskammer Hamburg: Hotline für Fragen von Hamburger Unternehmen zu möglichen staatlichen Hilfsangeboten
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: Allgemeine Informationen zur wirtschaftlichen Unterstützung


Hessen

Die Hessische Landesregierung hat ein Soforthilfsprogramm aufgelegt: Gewerbliche Unternehmen und Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, Sozialunternehmen, sowie Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Außerdem bietet das Land eine erleichterte Kreditvergabe »Kapital für Kleinunternehmen« (KfK). Kleine Gewerbeunternehmen und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro beantragen, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Bankübliche Sicherheiten sind nicht notwendig.

Wirtschaftsförderung Frankfurt
Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen: Coronahilfen für Unternehmen
Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank): Unterstützungsmöglichkeiten vom Land Hessen


Mecklenburg-Vorpommern

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat bereits am 13. März ein 100 Millionen-Euro-Maßnahmenpaket für die lokale Wirtschaft verkündet. Danach stehen zinsfreie Darlehen
für Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie KMUs in Höhe bis zu 20.000 Euro zur Verfügung. Die Laufzeit des Kredits beträgt 5 Jahre. Darlehen zwischen 20.001 EUR und 200.000 EUR sind im ersten Jahr zinsfrei, danach fallen Zinsen in Höhe von 3,69 % p.a. an. Das erste Jahr ist tilgungsfrei. Eine Restschuldbefreiung nach 36 Monaten wird möglich sein, falls die Existenz des Unternehmens gefährdet ist.
Die Antragsvormerkung kann ab sofort bei der Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung erfolgen. Antragsformulare stehen voraussichtlich ab dem 1. April 2020 als Download zur Verfügung.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit: Allgemeine Infos, ständige Updates und Unternehmenshotline


Niedersachsen

Für Kleinstunternehmen, die in Folge der Corona-Krise in Not geraten sind, legt das Land Niedersachsen ein sechsmonatiges Programm in Form einer Zuschussförderung von voraussichtlich 100 Millionen Euro im Rahmen des Nachtragshaushaltes auf.
Freiberufler und Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss gestaffelt nach Betriebsgröße in Höhe von voraussichtlich 20.000 Euro in Anspruch nehmen.
Eine Antragstellung ist bei der NBank möglich.

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Land Niedersachsen: Allgemeine Informationen und Ansprechpartner


Nordrhein-Westfalen

NRW spannt einen Rettungsschirm von rund 25 Milliarden. In Ergänzung des Bundesprogramms zur Unterstützung von Kleinunternehmern, Solo-Selbständigen und Kulturschaffenden plant das Land eine unbürokratische Soforthilfe. Daher ist ein Zuschussprogramm zur Milderung der finanziellen Notlagen und zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz aufgelegt. Der Zuschuss erfolgt in Form einer Einmalzahlung und muss nicht zurückzahlt werden.
Informationen zu diesem Programm und ein Antragsformular findet sich auf der Seite des Wirtschaftsministeriums.

Finanzverwaltung für NRW: Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus
Creative NRW: Aktuelle Informationen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW
IHK NRW: Informationen zur Kurzarbeit, rechtlichen Fragen und steuerlichen Maßnahmen
Land Nordrhein-Westfalen: Zentrale Informationsplattform zum Thema


Rheinland-Pfalz

Das Land Rheinland-Pfalz hat den »Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz« aufgelegt, der die Zuschüsse des Bundes mit günstigen Sofortdarlehen für Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten ergänzt und die Soforthilfen auf Unternehmen bis zu 30 Beschäftigte erweitert.

Selbstständige und Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):
bis zu 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf

Unternehmen von 6 bis 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):
bis zu 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf

Unternehmen von 11 bis 30 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):
Bis zu 30.000 Euro Sofortdarlehen des Landes zuzüglich einem Landes-Zuschuss über 30 Prozent der Darlehenssumme.

Land Rheinland-Pfalz: Allgemeine Informationen zur wirtschaftlichen Unterstützung durch das Land
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau: Informationen zu Förderungen und Bürgschaften


Saarland

Neben steuerlichen Hilfestellungen wird ein Soforthilfeprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro für bedingt rückzahlbare gestaffelte Zuschüsse aufgelegt. Das Programm kann von Unternehmen sowie Freiberuflerinnen und Freiberuflern in Höhe von 3.000 bis 10.000 Euro in Anspruch genommen werden. Rückzahlungen erfolgen nur im Falle fehlender Fördervoraussetzungen. Anträge auf die Soforthilfe können ab sofort eingereicht werden. Informationen und Formulare sind auf corona.wirtschaft.saarland.de verfügbar.
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie: Informationsplattform zum Thema
IHK Saarland: Informationen zu Themen wie Arbeitsausfall, Lieferengpässe, Kurzarbeit und Absagen von Veranstaltungen
Dock11: Relevante News Corona & Kultur- und Kreativwirtschaft im Saarland


Sachsen

Mit dem Soforthilfe-Darlehen »Sachsen hilft sofort« werden Solo-Selbstständige, Kleinstunternehmer und Freiberufler unterstützt, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.
Sie erhalten ein zinsfreies Sofortdarlehen von 5.000 Euro bis  50.000 Euro für zunächst vier Monate, das drei Jahre lang nicht zurück gezahlt werden muss. In begründeten Ausnahmefällen kann das Darlehen auf bis zu 100.000 Euro aufgestockt werden.
Die Antragsstellung kann ab Ende März 2020, bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) erfolgen.
Kreatives Sachsen
Amt für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden
Amt für Wirtschaftsförderung Leipzig
Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr


Sachsen-Anhalt

Das Sofortprogramm für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen wird gegenwärtig im Wirtschaftsministerium erarbeitet und soll in dieser Woche vorgestellt werden.
Ministerium für Wirtschaft Wissenschaft und Digitalisierung
Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt
Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt e.V. (KWSA): Übersichtsseite zum Thema
Investitionsbank Sachsen-Anhalt: Beratung und Fördermittel für Liquiditätsengpässe aufgrund der Corona-Situation


Schleswig-Holstein

In Ergänzung zu den angekündigten Hilfsprogrammen des Bundes hat das Land Schleswig-Holstein am 18. März ein 500 Millionen-Euro-Nothilfepaket auf den Weg gebracht. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat in einem ersten Schritt eine Sofort-Hilfe organisiert, insbesondere für Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).
Kleinstunternehmer und Solo-Selbstständige erhalten direkte Zuschüsse bis zu 10.000 Euro. Die Hilfsprogramme sollen ab dieser Woche laufen sowie die Antragsformulare verfügbar sind.
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus: Informationen zu neuen Angeboten der Förderbanken
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Allgemeine Informationen für Schulen, Hochschulen und Kultur


Thüringen

Das Land startet das »Corona-Soforthilfeprogramm für die Thüringer Wirtschaft«.
Gewerbliche Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten einschließlich Einzelunternehmen sowie die wirtschaftsnahen freien Berufe und die Kreativwirtschaft erhalten einen einmaligen Zuschuss gestaffelt nach Zahl der Beschäftigten
– bis zu 5.000 Euro (bis 5 Beschäftigte)
– bis zu 10.000 Euro (6 bis 10 Beschäftigte)
– bis zu 20.000 (11 bis 25 Beschäftigte)
– bis zu 30.000 Euro (bis 50 Beschäftigte)
Anträge können seit dem 23. März über die Seiten der Thüringer Aufbaubank gestellt werden.
Thüringer Agentur für die Kreativwirtschaft
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie: FAQ zu Entschädigungsanträgen
Thüringer Staatskanzlei

Noch mehr Informationen, noch mehr Links:

Deutscher Kulturrat: Aktuelle Informationen und Newsletter des Spitzenverbands der Organisationen der Kultur- und Kreativwirtschaft


Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: Coronavirus – wir informieren in mehreren Sprachen


Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus


Daniel Kruse: Hilfestellung für Selbständige im Corona-Chaos


Deutsche Orchester-Vereinigung: Corona-Virus – Leitfaden für Freischaffende


Franzen | Hofmann (Rechtsanwalt & Steuerberater): Corona – Informationen und Hilfestellungen


exali: Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus für Selbständige und Freelancer


Holger Heinze: 20 Überlebensregeln für Familien im Covid19-Lockdown


Jimdo-Blog für Unternehmer: Corona-Facts und Hilfestellungen für Selbstständige und kleine Unternehmen


Künstlersozialkasse: Aktuelle Hinweise zum Coronavirus für selbständige Künstler*innen, Publizist*innen und abgabepflichtige Unternehmen


Kulturstaatsministerin Monika Grütters: Bundesregierung startet Hilfsmaßnahmen wegen Coronavirus


Monika Birkner: Corona-Virus – Wie du als Solopreneur dich und dein Business jetzt stärkst


Munich Startup: COVID-19 – Hier finden Münchner Unternehmen Unterstützung


Rechtsanwalt Michael Felser: Rechte Selbständiger in der Corona-Krise


Rechtsanwälte Göddecke: Notfalltelefon rund um die Uhr für kostenlose Erstberatung


Hochschulforum Digitalisierung: Toolsammlung – Veranstaltungen und Lehre online umsetzen


ver.di: Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender


VGSD: News und relevante Experten-Telkos wie am 30. März, 16 Uhr: “Hilfskredit bei der KfW beantragen – Wie geht das?”


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