Berufsbild Kommunikationsdesigner:in

Kommunikationsdesigner:innen entwickeln mit gestalterischen Mitteln Lösungen für Fragestellungen im weitesten Bereich der Kommunikation im Auftrag für andere oder auf eigene Veranlassung.

Sie entwerfen dabei neue Werke oder gestalten neue Prozesse, die zu den gewünschten Lösungen führen. Um diese Ergebnisse zu erreichen, analysieren Designer:innen einen Ist-Zustand und gleichen diesen mit einem gewünschten Ziel und der gewünschten Zielgruppe ab. Anschließend entwerfen sie die passenden Werkzeuge wie etwa Kommunikationsstrategien (z.B. Kampagnen oder Corporate-Design-Lösungen), Identifikationsformate (z.B. Branding, Imagebildung), digitale Services (z.B. Webportale, Plattformen oder Apps), Navigationssysteme (z.B. für Wegeleitung) gedruckte Medien oder auch Produkte. Die Entwicklung dieser Komponenten erfolgt in einem iterativen Prozess in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggeber:innen. 

Wesentlicher Teil des Entwurfsprozesses ist ein schöpferischer Akt, der intuitive, ordnende, künstlerische, chaotische sowie induktive Herangehensweisen enthält. Designer:innen nutzen diesen schöpferischen Akt, um neue Zugänge zu ermöglichen, neue Sichtweisen zu erzeugen oder Strukturen zu vereinfachen. Sie setzen kommunikative, technische und künstlerische Mittel ihrer Wahl ein, die neuartige Kombinationen von Vorhandenem, komplette Neuschöpfungen oder eine Mischung aus beidem sein können. Der Entwurfsprozess ist oft eingebettet in vorbereitende Prozesse, wie etwa Beratung, Recherche oder Analyse.

Kommunikationsdesign ist in hohem Maße auf den Menschen ausgerichtet.
Lösungen werden von der Anwendung her gedacht (User-Centered-Design), der Aspekt der Gebrauchstauglichkeit hat einen hohen Stellenwert (Usability). Empathie zählt zu den unabdingbaren Kompetenzen von Designer:innen. Mit partizipativen Methoden wie Design Thinking beziehen sie ein möglichst großes Maß an Perspektiven in den Entwicklungsprozess mit ein.  

Mit ihrer Arbeit schaffen Kommunikations­designer:innen einen Mehrwert für Unternehmen, Gruppen und Organisationen, indem sie durch Gestaltung Innovationen, Informationen, Produkte, Services und vieles mehr nutzbar machen. Ziel ist immer eine strukturelle Verbesserung des Vorhandenen oder die Erschließung von Neuem. 

Die Arbeit von Kommunikationsdesigner:innen unterliegt ganz oder in Teilen dem Urheberrecht. Dadurch ist deren Arbeit oftmals mit der Übertragung von Nutzungsrechten verbunden.

Version 2021
Thomas Bender, Christian Büning, Miriam Horn-Klimmek, Sabine Koch, Arne Leichert